Ich laufe und ich laufe, doch
Kann ich nicht seh’n wohin,
Ich laufe und ich laufe, noch
Kann ich nicht seh’n den Sinn.
Seit hundert Jahren laufe ich,
In Dunkelheit und Stille,
Seit hundert Jahren frag ich dich,
Geführt von deinem Wille.
Ich frag dich leis, wo das Ziel bleibt,
Ich frag dich, wo ich bin,
Ich frag dich, wann ist es soweit,
Ich frag dich, hat es Sinn?
Zu laufen, blind?
Zu hoffen, stumm?
Ich frage mich, warum
Ich spüre keinen Weg, kein Wind.
An manchen Tagen gar,
Und wahr,
Ich selbst den Boden nicht bemerk,
Und Mal spür ich den Berg.
Ich bin der ew‘ge Läufer, blind,
Im Geiste bin ich bloß ein Kind,
Ich laufe stumm und stur und starr,
Auf etwas zu, das niemals war,
Vor etwas weg, das nie gewesen,
Das ich gedacht, gefühlt, gelesen,
Das immer da und niemals wahr,
Das immer hinter mir und nah.
Ich seh kein Ziel, doch weiß ich stets,
Das es noch vor mir liegt,
Denn du hast mir gesagt, gezeigt,
Das dieser Weg dort steht.
Du bist mein Licht,
Auch wenn es dich,
Nie wirklich hat gegeben.
Macht dich das nicht
Echter als mich,
Der erst muss lernen leben.